(Keystone-SDA) Schweine in der Haltung seien aber weiterhin nicht betroffen, gab das Landwirtschaftsministerium in Madrid in der jüngsten Bilanz bekannt.
Für Menschen ist ASP ungefährlich, für Schweine aber hochansteckend und tödlich. Infizierte Tiere sterben meist schon nach wenigen Tagen. Alarmierend ist der Ausbruch der Seuche aber auch für die spanische Wirtschaft. Im vorigen Jahr exportierte das Land Schweinefleisch im Wert von knapp 8,8 Milliarden Euro – gut fünf Milliarden in die EU und knapp 3,7 Milliarden in Drittländer.
Seit Bekanntgabe der ersten Infektionsfälle in der vergangenen Woche haben bereits rund 20 Länder sämtliche Importe aus Spanien gestoppt, darunter Kanada, Japan, Brasilien und Mexiko. Andere Staaten – darunter der grösste Abnehmer China und Grossbritannien – beschlossen, ihre Einfuhren vorerst auf Regionen ausserhalb des betroffenen Grossraums Barcelona zu beschränken.
Essensreste sollen an der Malaise schuld sein
Anders als etwa Deutschland, das seit fünf Jahren gegen die Tierseuche kämpft und seit 2020 bereits Tausende Infektionsfälle verzeichnete, galt Spanien seit Jahrzehnten als frei von Schweinepest, was die Ausfuhren beflügelte. Dann kam aber am Freitag das, was die Zeitung «El País» als «schreckliche Nachricht» bezeichnete: In dem auch bei Wanderern aus dem Ausland beliebten Naturpark Collserola bei Barcelona wurden die zwei ersten Infektionsfälle nachgewiesen.
Quelle: Spanien bangt wegen Schweinepest um Milliardengeschäft – SWI swissinfo.ch

