Die Jagd

Die Jagd spielt eine entscheidende Rolle im Gleichgewicht der Natur, indem sie Populationen reguliert und somit das Überleben von Arten sichert. Sie fördert den Schutz von Lebensräumen und trägt zur Erhaltung der Biodiversität bei. Durch verantwortungsvolles Jagen wird nicht nur die Tradition gewahrt, sondern auch das ökologische Gleichgewicht gestärkt.

AKTUELLES

Tollwut: Welches Risiko bergen Tiere aus der Ukraine?

Viele ukrainische Flüchtlinge haben Hunde und Katzen im Gepäck. Weil die Ukraine als Risikoland für die Tollwut gilt, tauchen Fragen und Ängste auf. Die wichtigsten Antworten aus der Wissenschaft.

Nicht nur Menschen aus der Ukraine passieren derzeit die Schweizer Grenzen; auch tierische Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet kommen bei uns an. Denn ihre Haustiere wollen viele Menschen auf der Flucht nicht zurücklassen. Und genau für diese Tiere macht der Bund nun eine Ausnahme: Sie dürfen auch ohne Tollwut-Impfung einreisen. Welche Gefahr geht von diesen Tieren aus – und wie gross ist das Risiko, dass die tödliche Virusinfektion in die Schweiz – seit 1999 tollwutfrei –eingeschleppt wird? higgs hat mit dem Leiter der Schweizerischen Tollwutzentrale gesprochen und die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengetragen.

Was ist die Tollwut?

Die Tollwut ist eine seit dem Altertum bekannte, immer tödlich verlaufende Virusinfektion. Bereits der babylonische Kodex Eshnunna aus dem 23. Jahrhundert vor Christus – eine Sammlung von Rechtssprüchen auf Tontafelfragmenten – enthält einen spezifischen Hinweis auf die Hundetollwut und ihre Übertragung. So heisst es dort:

«Wenn ein Hund tollwütig ist und die Behörden haben den Besitzer darauf aufmerksam gemacht, und wenn der Besitzer den Hund nicht einsperrt, und wenn dann dieser Hund einen Menschen beisst und letzterer an Tollwut stirbt, so muss der Besitzer des Hundes vierzig Schekel Strafgeld bezahlen.» Geldstrafen sind heute zwar keine mehr zu befürchten, doch die Viruserkrankung ist meldepflichtig.

Die für den Menschen gefährlichste Form der Tollwut ist die Hundetollwut oder urbane Tollwut, die weltweit für mehr als neunzig Prozent aller Tollwutfälle bei Menschen verantwortlich ist. Gemäss der WHO sterben bis heute jährlich mehr als 50 000 Personen an Tollwut, davon sechzig Prozent in Asien und rund 36 Prozent in Afrika. Wesentlich geringer ist die Gefährdung für den Menschen bei der durch Wildtiere übertragenen Form der Tollwut. Dies, weil Menschen eher selten von Wildtieren gebissen werden. Die Ansteckung kann aber auch indirekt via einem Hund erfolgen, der von einem kranken Wildtier infiziert wurde.

Quelle: Tollwut: Welches Risiko bergen Tiere aus der Ukraine? – higgs

Spanien bangt wegen Schweinepest um Milliardengeschäft

Der erste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) seit mehr als 30 Jahren bedroht in Spanien Exporte in Milliardenhöhe. Bisher wurde das Virus bei neun in Katalonien an der Seuche verendeten Wildschweinen festgestellt.
 

(Keystone-SDA) Schweine in der Haltung seien aber weiterhin nicht betroffen, gab das Landwirtschaftsministerium in Madrid in der jüngsten Bilanz bekannt.

Für Menschen ist ASP ungefährlich, für Schweine aber hochansteckend und tödlich. Infizierte Tiere sterben meist schon nach wenigen Tagen. Alarmierend ist der Ausbruch der Seuche aber auch für die spanische Wirtschaft. Im vorigen Jahr exportierte das Land Schweinefleisch im Wert von knapp 8,8 Milliarden Euro – gut fünf Milliarden in die EU und knapp 3,7 Milliarden in Drittländer.

Seit Bekanntgabe der ersten Infektionsfälle in der vergangenen Woche haben bereits rund 20 Länder sämtliche Importe aus Spanien gestoppt, darunter Kanada, Japan, Brasilien und Mexiko. Andere Staaten – darunter der grösste Abnehmer China und Grossbritannien – beschlossen, ihre Einfuhren vorerst auf Regionen ausserhalb des betroffenen Grossraums Barcelona zu beschränken.

Essensreste sollen an der Malaise schuld sein

Anders als etwa Deutschland, das seit fünf Jahren gegen die Tierseuche kämpft und seit 2020 bereits Tausende Infektionsfälle verzeichnete, galt Spanien seit Jahrzehnten als frei von Schweinepest, was die Ausfuhren beflügelte. Dann kam aber am Freitag das, was die Zeitung «El País» als «schreckliche Nachricht» bezeichnete: In dem auch bei Wanderern aus dem Ausland beliebten Naturpark Collserola bei Barcelona wurden die zwei ersten Infektionsfälle nachgewiesen.

Quelle: Spanien bangt wegen Schweinepest um Milliardengeschäft – SWI swissinfo.ch

Vorsicht vor Wildunfällen in den Kantonen Freiburg, Jura, Thurgau und Schaffhausen

Über 11,5 Millionen Franken hat die AXA vergangenes Jahr für Wildunfälle aufgewendet. Der einzelne Schadenfall kostet mittlerweile fast 3800 Franken. Besonders gross ist das Risiko für einen Wildtier-Zusammenstoss in den Kantonen Freiburg, Jura, Thurgau und Schaffhausen.

Etwas über 3000 Schäden aufgrund von Zusammenstössen mit einem Wildtier wurden der AXA, der grössten Motorfahrzeugversicherung der Schweiz, vergangenes Jahr gemeldet. Damit bleibt die Zahl der Schadenfälle über die letzten fünf Jahre gesehen konstant (abgesehen von einem Corona-bedingten Einbruch im Jahr 2020).

Freiburg, Jura, Thurgau und Schaffhausen besonders betroffen

Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Tier zusammenzustossen, ist nicht in allen Regionen der Schweiz gleich hoch, wie ein Blick auf die Schadenstatistik der AXA zeigt. Besonders wachsam sollten Autofahrerinnen und Autofahrer in den Kantonen Freiburg, Jura, Thurgau und Schaffhausen sein. Die Schadenfrequenz, also die Anzahl Fälle pro versichertes Auto, bewegt sich dort zwischen 6,9 und 5 Promille. Damit ist das Risiko dort etwa doppelt so hoch wie im Schweizer Durchschnitt (3,2 Promille) und bis zu acht Mal höher als in Basel-Stadt (0,8), wo es am wenigsten Wildunfälle gibt. Auch Nidwalden, Genf (beide 1,2) und Zug (1,8) sind seltener betroffen. «In ländlichen Kantonen gibt es mehr Strassen, die durch Waldabschnitte führen und generell sind mehr Wildtiere unterwegs, was tendenziell häufiger zu Zusammenstössen mit Wildtieren führt», erklärt Michael Villiger, Leiter Schaden Motorfahrzeuge und Mitglied des AXA Kompetenzzentrums Mobilität.

Quelle: Vorsicht vor Wildunfällen in den Kantonen Freiburg, Jura, Thurgau und Schaffhausen | AXA

Staupe (Canine Distemper)

Staupe ist nicht auf den Mensch übertragbar.

Eine frühzeitige Impfung kann Leben retten.

In Deutschland tritt sie wieder häufiger auf, besonders durch impoertierte Hunde oder Wildtiere.

Staupe (Canine Distemper) ist eine hochansteckende Viruskrankheit bei Hunden und anderen
fleischfressenden Tieren wie Fuchs, Marder oder Frettchen. Der Erreger ist das Canine
Staupevirus (CDV) aus der Familie der Paramyxoviren, ähnlich dem Masernvirus beim Menschen.

Erreger und Ansteckung:
Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren
Körperausscheidungen (Speichel, Nasensekret, Urin, Kot). Auch indirekte Ansteckung über
kontaminierte Gegenstände ist möglich. Das Virus wird über die Atemwege aufgenommen.
Besonders gefährdet sind ungeimpfte Jungtiere.

Krankheitsverlauf und Symptome:
Die Staupe kann mehrere Organsysteme befallen, was zu unterschiedlichen Symptomen führt. Es
gibt verschiedene Verlaufsformen, die auch kombiniert auftreten können:
1. Fieberphase: Hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Augen- und Nasenausfluss.
2. Atemwegsform: Husten, Nasenausfluss, Atemnot, Lungenentzündung.
3. Darmform: Erbrechen, Durchfall, Flüssigkeitsverlust.
4. Nervenform: Muskelzuckungen, Lähmungen, Krämpfe, Gleichgewichtsstörungen,
Verhaltensänderungen.
5. Hautform: Verhornung an Nase und Ballen („Hard Pad Disease“).

Der Tierarzt stellt die Diagnose anhand klinischer Symptome und Laboruntersuchungen (z. B.
PCR-Test oder Antigennachweis).

Es gibt keine spezifische Heilung. Die Behandlung erfolgt symptomatisch: Fiebersenkung,
Flüssigkeitstherapie, Antibiotika gegen Sekundärinfektionen, Krampfmittel. Die Prognose hängt
vom Schweregrad und den betroffenen Organen ab.

Die Impfung ist die wirksamste Schutzmaßnahme. Welpen sollten ab der 8. Lebenswoche
grundimmunisiert werden, mit regelmäßigen Auffrischimpfungen alle 3 Jahre. Hygiene und die
Vermeidung von Kontakt zu Wildtieren sind ebenfalls wichtig.

Grosse Wildschweinschäden

Freunde aus der Natur

Die Waldbewohner

Sie möchten mehr über das jeweilige Tier wissen? 

Klicken Sie auf das gewünschte Bild.